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Ortsbürgermeister
Heinz Dücker
Schulstraße 9
57520 Emmerzhausen

Telefon: (02743) 6890
ortsbuergermeister@emmerzhausen.de


1. Beigeordneter
Marc Rosenkranz
Struthweg 20
57520 Emmerzhausen

Telefon: (02743) 6478


Beigeordneter
Robert Lindenbeck
Gartenstraße 4
57520 Emmerzhausen

Telefon: (02743) 2870

 

 

 

 

 

 

 

Geschichte der Ortsgemeinde Emmerzhausen

Ortsansicht Emmerzhausen mit Schatten

In der Quellmulde des Daadebaches liegt am Nordrand des Truppenübungsplatzes der Ort Emmerzhausen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Emmerzhausen per Bus über Daaden zu erreichen. Außerdem bestehen Busverbindungen nach Bad Marienberg und ab Daaden auch eine Bahnverbindung nach Betzdorf/Sieg und weiter nach Köln, Siegen, Hagen, Gießen.

Das Naturdenkmal „Trödelsteine“ liegt auf dem Gebirgskamm nordöstlich von Emmerzhausen. Basaltsäulen und ein Blockfeld aus Feldspatbasalt haben hier das Grundgebirge durchbrochen. Am „Höllenkopf“ befindet sich ein 40 ha großes Naturschutzgebiet.

Trotz des militärischen Sperrgebietes am Stegskopf können nach verschiedenen Richtungen ausgedehnte Wanderungen unternommen werden. Besonders die verlassenen und teils mit Wasser gefüllten Quarzit- und Basaltbrüche in der Nähe von Emmerzhausen sind zu beliebten Wanderzielen geworden. Reizende Waldwanderungen führen ins Daadetal und in den „Freien Grund“ (Neunkirchen/Wahlbach/Burbach).

Über den Gebirgskamm zwischen den „Trödelsteinen“ und dem Hohenseelbachskopf führt der E 1 vom Nordkap zum Mittelmeer, der Hellerhöhenweg und der südliche Sieghöhenweg. Gleichzeitig bildet der Gebirgskamm die Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Im Übrigen ist Emmerzhausen an das Rundwanderwegenetz der Verbandsgemeinde Daaden angeschlossen.


Woher kommt der Name Emmerzhausen?

Verschiedene Schreibweisen und Urkunden
Auf dem Hof EmmerzhausenDie erste urkundliche Emmerzhausen stammt aus dem Jahre 1344. Hier erfolgt die Nennung des Ortes unter dem Namen „Engilbrachtshusen“ im „Mannbuch“ der Ritter von Bicken. Im Jahre 1469 hat sich die Schreibweise bereits leicht verändert und der Ort wird in einer Urkunde des Klosters Marienstatt als „Engelbrechtshusen“ bezeichnet. Die in der Urkunde erwähnte Person heißt: „Junker Rorich von Engelbrechtshusen“. Somit steht fest, dass es auch in Emmerzhausen eine ritterliche Familie gegeben hat. Aus dieser Zeit stammen noch die alten Dorfteilbezeichnungen "Auf dem Hof" und "Of dem Hof" sowie die Flurbezeichnung "Königswäldchen". In einer ausführlichen Beschreibung des Ortes (1741) ist die Schreibweise „Emmertzhaussen“ stark angelehnt an die heutige Schreibeweise. Wovon sich jedoch die Namengebung ableiten könnte, steht leider nicht fest.
 
Die „hausen-Orte“
Nach der Ortsnamenforschung (Landesgeschichte des Westerwaldes, veröffentlicht durch Gensicke im Jahre 1958) sind die "hausen"-Orte indessen sehr alte Siedlungen, deren Gründungen schon vor dem Jahre 1200 vermutet wird. Nimmt man dies zur Grundlage, ist davon auszugehen, dass Emmerzhausen schon vor 1200 bestanden haben wird. Zieht man Informationen über die Franken als Grundlage heran, dann erfolgte zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert von den Altsiedlungen der Franken aus der Ausbau von Siedlungen nach den Rändern des Westerwald zu, erkennbar an Namensendungen wie -hausen, -hofen, -kirch, -burg oder -tal. Aufgrund dieser Tatsachen kann davon ausgegangen werden, dass Emmerzhausen in der Zeit zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert entstanden sein könnte.
 
Das Erz war lebenswichtig
Zerlegt man den heutigen Ortsnamen in seine Bestandteile, nämlich „Emm erz hausen“ so könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass die früheren Bewohner „im Erz gewohnt haben“ haben. Der noch heute vorhandene Straßenname „In der Erzhard“ bzw. die Flurbezeichnung „Die Erzhard“ könnten ein Indiz hierfür sein. Ebenso ist bekannt, dass sich rund um das Dorf Emmerzhausen auf einer Höhenlage von rund 500 m über N.N. Schlackenhalden befinden, ein Hinweis auf eine frühere Erzverarbeitung. Ob diese Schlackenhalden aus dem Mittelalter oder aus keltischer Zeit stammen, ist leider bisher nicht bekannt. In den Flurkarten von Emmerzhausen gibt es einen sogenannten „Hundskopf“. Dieser Begriff wird häufig mit den Kelten in Verbindung gebracht. Dabei soll es sich um einen Versammlungsort handeln, an dem wichtige Entscheidungen getroffen wurden. Aufgrund der Tatsache, dass in der Gemarkung Emmerzhausen ein „Hundskopf“ vorhanden ist, kann davon ausgegangen werden, dass sich die Kelten in unser Region niedergelassen haben. 
 
(Marc Rosenkranz, Emmerzhausen)


Weitere geschichtliche Informationen zur Ortsgemeinde Emmerzhausen finden Sie unter www.emmerzhausen.de.vu in der Rubrik „Geschichtliches“. Hier gibt es u.a. eine ausführliche Ortschronik und ein umfassendes Zeitungsarchiv.