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Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Bergbaumuseum SassenrohBergbaumuseum Sassenroth

Schulstr. 13, 57562 Herdorf, Telefon (02744) 6389

Im originalgetreu eingerichteten Schaubergwerk in Sassenroth, in Herdorf kann man auf etwa 300 m Strecke Untertage bergmännischen Figuren in entsprechender Tracht "bei der Arbeit zusehen". Im Schaubergwerk werden die damaligen Zustände wirklichkeitsnah nachgestellt. So sind z. B. die Schachtsignaleinrichtungen und weitere Anlagen voll funktionstüchtig. Neben den eigentlichen Informationen zum Bergbau werden auch verwandte Themen behandelt. An Ausstellungsstücken, Text- und Bildtafeln oder auch mit Kurzfilmen wird die erdgeschichtliche Entwicklung dargestellt. Weiterhin werden Bereiche wie Bergrecht, Vermessung, Grubengeleucht, und Mineralien angeboten. Im Außenbereich stehen ein 15 m hoher Förderturm und ein Maschinenhaus.

Öffnungszeiten: Das Museum ist täglich (außer montags) von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet; Führungen nach Vereinbarung.

 

Bergbaumuseum BindweideBergbaumuseum Bindweide

Bindweider Str. 2, 57520 Steinebach, Telefon (02747) 80919

Die Grube Bindweide liegt im Siegerländer Spateisensteinbezirk und befindet sich in der Ortsgemeinde Steinebach/Sieg. Zunächst muss man sich erst mal umziehen (die Helme und Mäntel stehen im Bergwerk kostenlos zur Verfügung) um für die Untertage-Exkursion gerüstet zu sein (im Berg liegt die Temperatur bei 12°C). Dann geht es die ersten 800 Meter mit der Schmalspurbahn in den Berg hinein. Insgesamt sind 1.300 m Stollen begehbar. Bei der Besichtigung erfährt man u. a. warum im Wasserkanal rotes Wasser abläuft und wie der Abbau von Braueisenstein, Spateisenstein und Eisenglanz ablief. An manchen alten Arbeitsgeräten kann man sogar selbst "Hand anlegen".

Die Grube Bindweide gehörte einst dem Industriellen Theodor Stein, der mehrere Grubenfelder in der Umgebung erworben hatte und diese in der Gewerkschaft "Bindweide" vereinigte. Aber mitten im Höhepunkt des Schaffens, es war das Jahr 1872, ereignete sich eine Katastrophe in Grube Bindweide. Bei zwei Wassereinbrüchen wurden insgesamt 14 Männer in den Tod gerissen, unter ihnen war auch der köngliche Revierbeamte und Bergmeister Johannes Schmidt, an der Spitze einer Rettungsmannschaft. Durch die Ereignisse getroffen, verkaufte Stein die größten Teile seines Grubenbesitzes.

Die Friedrich Krupp AG (Essen) wurde neue Besitzerin der Grube Bindweide und führte die maschinelle Tiefbauförderung ein. Es wurde eine Schmalspurbahn vom Bindweider Stollen zum Bahnhof Scheuerfeld gebaut. Im Betriebsjahr 1889/1890 hatte die Grube 799 Beschäftigte, es wurden 99.491 Tonnen Eisenglanz und Brauneisenstein sowie 14.912 Tonnen Spateisenstein gefördert. 1907/1908 wurde sogar noch eine zweite Schachtanlage in Betrieb genommen. Als Folge der Weltwirtschaftkrise wurde die Förderung 1931 eingestellt. Die Gesamtteufe betrug 500 m, insgesamt wurden 5,1 Millionen Tonnen gefördert. Trotzdem wird geschätzt, dass in der Grube Bindweide noch ca. 11 Millionen Tonnen Erz abgebaut werden könnten.

Nach der Besichtigungstour kann auch noch eine Mineralienausstellung im Grubengebäude bestaunt werden.

Öffnungszeiten: Vom 1. April bis 31. Oktober mittwochs und samstags, sowie sonn- und feiertags von 14.00 bis 17.00 Uhr.
Letzte Einfahrt/Führung ist jeweils um 16 Uhr.
Besuchergruppen ab 15 Personen sowie Schulklassen wird empfohlen, Besuchstermine (auch außerhalb der vorstehenden Öffnungszeiten) zu vereinbaren.